Hiddensee
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Natur & Landschaft auf Hiddensee

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Nationalpark Vorpommersche
Boddenlandschaft

Die Insel Hiddensee ist Teil des ca. 800 Quadratkilometer großen "Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft", wobei die größte Fläche davon von Wasser bedeckt ist. Hiddensee ist die größte von mehreren Inseln, die diesem Naturschutzpark angehören. Dazu gehören auch Teile der Insel Rügen. Besonders wichtig sind die Neulandausbildungen Bessin und Gellen auf Hiddensee, da sie einige der letzten Naturbelassenen Räume in Deutschland darstellen. Hier finden viele vom Aussterben bedrohte Tierarten Zuflucht. Vögel nisten und brüten in den abgelegenen Gebieten, wie der Südspitze von Hiddensee. Die Nationalparkverwaltung bietet regelmäßig Führungen durch bestimmte Teile des Nationalparks an.

Der flache Boddenbereich hinter dem Gellen ist für viele Zugvogelarten Ruhe- und Rastplatz, bevor sie im Frühjahr weiter in Richtung Norden und im Herbst in Richtung Süden aufbrechen. Neben der Ruhe und Abgeschiedenheit finden die Tiere hier viel Nahrung. Kraniche und Gänse sind nur zwei Vertreter.

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Strand mit Düne

Die Insel steigt von Süden nach Norden an. Während das Land südlich von Neuendorf nur wenig über der Ostsee liegt, steigt es ab Kloster rasch bis auf über 70 Meter an. Im Norden fällt die Küste steil in die Ostsee ab. Der Strand ist hier steinig. Hier kann man die berühmten „Donnerkeile“ und andere versteinerte Urtiere und Muscheln finden, schöne Erinnerungsstücke an den Hiddenseebesuch. Ab Kloster wechselt er dann in feinen Sand bis an die Südspitze. Die Vegetation dort besteht meistens aus Kiefern. Richtung Norden angrenzend beginnt die Heide. Dünen, die mit Heidekraut bewachsen sind, so weit das Auge reicht. Daran anschließend folgt Weideland, große Wiesen, die Schafen, Pferden und Kühen Nahrung bieten. Den Abschluss im Norden bieten wiederum Kiefernwald und Hügelland auf dem Dornbusch. In Kloster und Grieben findet man vereinzelt alte Laubbäume, die einen kargen Rest von der ursprünglichen Vegetation darstellen. Noch bis ins Mittelalter war die Insel mit Laubbäumen bewaldet. Die wohl berühmteste Kulturpflanze auf Hiddensee ist der Sanddorn. Er ist hier überall anzutreffen. Wer im Sommer auf die Insel kommt, wird die orangen Beeren nicht übersehen können. Die Inselbewohner nutzten die vitaminreichen Beeren schon immer, um daraus Tee, Marmelade, Kuchen und auch Schnaps zu machen. Diese einheimischen Köstlichkeiten sind heute Delikatessen und werden von den Urlaubern gerne als Souvenir gekauft.